American-Square-Dance

Das Breetzer Herrenhaus

 

 

Modern American Square Dance

 

Square Dance gibt es in Deutschland seit 1949: Der amerikanische Nachkriegsagent Paul Hartman betreute die amerikanische Besatzungsarmee und gestaltete deren Freizeit durch Square Dance. Im Schneeballsystem fand dieses Hobby Verbreitung. Nachdem Paul Hartman in die Staaten zurückberufen wurde, unterstützte er die inzwischen Europäische Square Dance Szene mit seinen alljährlichen Tourneen. Die letzte unternahm er 1989 anlässlich des 40jährigen Bestehens von Square Dance in Deutschland.

 

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Square Dance ist ein Formationstanz. Es stellen sich jeweils 4 Paare im Quadrat (engl. Square) auf und gehen auf Zuruf des Tanzleiters, eines sogenannten Callers zum Rhythmus der Musik diverse Tanzfiguren ab. Neben der Bewegung zu den Klängen der flotten Musik ist es das Wechselspiel zwischen Caller und Tänzer, das den Spaß erzeugt. Und durch die weltweite Standardisierung können Square Dancer leicht Kontakte knüpfen, wodurch auch die Geselligkeit gepflegt wird.

 

Square Dance unterscheidet sich grundsätzlich von allen anderen Tanzarten dadurch, dass es keine feststehenden Choreographien gibt, die die Tänzer auswendig lernen, und auch keine Schritte, die trainiert werden müssen.

 

Der Square Dance hat in seiner langen Entwicklungsgeschichte viele unterschiedliche Elemente verarbeitet. Wesentlich geprägt ist er durch das Tanzrepertoire, das die Siedler im 18. bzw. 19. Jahrhundert aus ihren europäischen Heimatländern in die „Neue Welt“ mitbrachten. Man tanzte, wenn auch paarweise immer in Gruppen, Quadrillen, Polonaisen etc. Um auf Bällen das gemeinsame Tanzen zu unterstützen, sagten die Zeremonienmeister die Tanzfiguren an. Sie waren die Vorläufer der heutigen Square-Dance-Caller.

 

Nach dem 2. Weltkrieg setzte nicht zuletzt durch die aufkeimende Plattenindustrie eine euphorische Revival-Bewegung des Square Dance ein. Die anhaltende Flut neu erfundener Square Dance Figuren schien das gemeinsame Tanzen zu erschweren. Diskussionen einiger Caller hierüber führten schließlich 1972 zur Gründung einer Vereinigung (CALLERLAB), die sich dieses Problems annahm: Seit 1975 gibt es nun einen Katalog der Figuren mit der Definition ihrer Ausführung. Und die gleichzeitige Erstellung eines Hauptprogramms, (=„Mainstream Programms“) und zusätzlicher Programme schuf eine Ordnung, die weltweit akzeptiert wurde. Die Programme werden von CALLERLAB gewartet, bzw. aktualisiert.